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FV der 2. WARC-Etappe von Las Perlas zu den Galapagos.

007-FV-Perl-Gal.avi

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07.02.: Start vor Isla Contadora - bei wenig Wind startet die "Boingo alive" schlecht und musste die Fleet von hinten fotografieren.

Isla Contadora, 7.2.14/10.59.54h: Der Countdown läuft! … 5, 4, 3, 2, 1, Start!
Wir waren 2 Minuten vor dem Start zu nah an der Startlinie und mussten noch eine extra Schlaufe drehen. Diese brachte uns ins Hintertreffen und so überquerten wir die Startlinie ca. 3 Minuten zu spät. Der Frust, der sich durch den späten Start aufbaute, motivierte uns aber noch mehr die Segel zu trimmen und den optimalen Speed heraus zu holen. Bereits nach kurzer Zeit hatten wir mehr als zehn Schiffe überholt und waren nun an 14. Stelle. Jedoch waren die Schnellsten bereits ziemlich weit vorne und die Chance diese bald einzuholen war nicht besonders gross.
Die Wetter- und Windprognosen sagten voraus, dass wir die ersten 2 Tage etwas Wind haben sollten, dieser dann aber abnehmen würde. Das Taktik-Team entschied sich dann Süd-Südwestlich zu fahren, in der Hoffnung das bisschen Wind, welches noch vorhanden sein sollte, zu unseren Gunsten nutzen zu können. Dem war dann leider nicht so und wir waren gezwungen weiter Kurs westlich und hart am Wind zu segeln, was uns aber auch Tempo kostete. Da wir selten über 15 Knoten Wind hatten, waren die 6 Tage eher eine „Kaffeefahrt“ inkl. 14,4 „Motorantriebstunden“.
Am 12. Februar 2014 passierten wir dann die Ziellinie. Schlussendlich landeten wir auf dem 5. (Kategorie A) resp. 7. Platz (over all), was uns doch ein wenig enttäuschte.
Rangliste im Downloads
Einen „Sieg“ konnten wir dennoch feiern: Wir gewannen den Fotowettbewerb mit dem Thema „Äquatorquerung“, welche kurz vor den Galapagosinseln war.

Eher unerwartet war die dominierende Windrichtung von "vorne". Die "Boingo alive" segelt auf eine "squall" (Regen-Bö) zu ...

... und nach einmal kurz "duschen" (Butz am Ruder) ist auch schon wieder alles vorbei ;-)

Abend-Stimmung auf dem Weg zu den Galapagos. Man beachte die Konkurrenz, die gerade vor der Sonne durchsegelt.

Gute Stimmung an Bord bevor ...

... die Wache abglöst wird.

"Querung des Äquators" - das Sieger-Foto des Wettbewerbs mit Koni (links) und Harry an den Rudern.

Zielmarke bei den Galapagos-Inseln: Der "5-Finger" Fels.

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"And the winner is ..." - "Sportlich" hat es auf dieser Etappe zwar nicht auf's Podest gereicht, dafür konnten Res und Sandra (Mitte) den Siegerpreis im Foto Wettbewerb in Empfang nehmen :-)

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GALAPAGOS!!
Es war schön die Inseln bei Tage anfahren zu können, hatten wir doch schon seit Tagen darüber philosophiert wie diese wohl aussehen! Die erste Insel die wir ansteuerten war San Cristóbal. Bereits einige Seemeilen vor der Insel erspähten wir die ersten Seelöwen. Es war wunderschön den freilebenden Tieren zuzuschauen wie sie in ihrem Element rumschwammen, spielten und sich gegenseitig auch ärgerten.
Kaum hatten wir den Anker gesetzt wollte ein Teil der Crew sofort an Land und den Durst mit einem kühlen Bier löschen. Es stellte sich aber als eine schlechte Idee heraus, welche von den Behörden der Galapagos nicht gerne gesehen wurde. Wie wir dann von der 8-köpfigen Behörden-Delegation erfuhren muss die Crew an Bord bleiben bis die Einklarierungsformalitäten erledigt sind. Unter anderem hiess dies auch, dass unser Schiff auf frische Früchte, Gemüse und Milchprodukte durchsucht wird. Das wurde uns so mitgeteilt, jedoch hat nicht eine Person je einen Schrank geöffnet um nachzusehen!! Andere Länder, andere Sitten ;-).
Nach 4 Tagen lichteten wir den Anker wieder und steuerten Isla Isabela an! Diese ist deutlich kleiner als San Cristóbal und auch noch urtümlicher.
Die letzten Tage verbrachten wir dann auf Santa Cruz, die bevölkerungsreichste Insel mit ca. 20‘000 Einwohnern.
Auf unseren diversen Ausflügen auf den drei Inseln durften wir die eindrückliche und atemberaubende Flora und Fauna hautnah erleben. Leguane, Seelöwen, Pinguine, Schildkröten, Albatrosse, Pelikane, Fregattvögel um nur die grössten Populationen zu erwähnen. Das Highlight jedoch war ein Schnorchel-Ausflug zum „Kicker-Rock“. Rund um den Felsen sahen wir sehr viele bunte, grosse und kleine Fische, Rochen, Wasserschildkröten und als Krönung schwammen auch einige Weissflossen-, Schwarzflossen- und Hammerhaie um uns herum.
Ich schwamm mit HAIEN!!
Ein unbeschreibliches Erlebnis da ich eher ängstlich bin in der Nähe von Fischen.

FV des Cruisings in den Galapagos. "Freies Cruising" ist in dieser Inselgruppe nur unter grossem finanziellen Aufwand mit Ausnahmebewilligungen machbar. Daher ankerte die Crew nur an drei Orten, von wo aus sie ausflüge machten.

012-FV-Gal.avi
 

Die WARC-Flotte vor Anker in den Galapagos.

Koni und Sandy auf dem Weg zum berühmten "Kicker-Rock".

"Swimming with Sharks". Video-Clip eines WARC-Teilnehmers vom Schnorcheln beim berühmten Kicker-Rock - "without any kind permition" ;-)

008-Swi-Shark.avi


Seelöwen am "Siesta" machen - sie kümmern sich nicht um die schaulustigen Touristen der WARC-Flotte. Sandra wagt sich zum Fotografieren etwas näher.

Genüssliches Planschen im Wasser - zweifellos, die Seelöwen fühlen sich wohl auf den Galapagos.

Ein weiterer typischer Fauna-Vertreter der Galapagos: Die Leguane. Es gibt sie dort in viele Arten ...

... und vielen Farben.

Unten:
Wasserleguane-Versammlung (links) und auf ihrem "Gänsemarsch" zum Meer (mitte).
Rechts drei "Einheimische" friedlich auf einem Bild vereint: Leguan, Pinguin und Seelöwe.

Fauna der Galapagos 2: Protagonisten sind die berühmten Galapagos-Leguane.

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Wer kennt sie nicht?: Die Galapagos Riesen-Schildkröten.

Um die grösse dieser "Urgetiere" ins rechte Licht zu rücken: Harry und zwei Kollegen der WARC-Crews bestaunen ein Exemplar am Waldrand.

Ein ganz besonderes Exemplar ;-) Koni versuchts sich erfolgreich als Schildkröte - schneller wird er wohl nicht, dafür ist er besser "geschützt" ;-)

Vögel ohne Ende ... Ein paar typische Vertreter der Galapagos. Der kleine "Vogel" rechts ist der einzige Pinguin der auch nördlich des Äquators lebt.

Auch uns besser bekannte Vögel sind dort heimisch - ein paar Flamingos in einer Lagune.

Auch er ist "zu Hause" bestens bekannt und hat alles im Griff/Blick: Der Falke ist wohl auch in den Galapagos für seine "Luftherrschaft" bekannt.

Auch er ein weit verbreiteter, farbenfroher Teil der "Nahrungs-Kette" in den Galapagos.

Abends dann immer wieder "nach Hause", zurück an Bord.

Zur Geschichte der Galapagos:
Die Inselgruppe der Galapagos besteht aus 13 Inseln mit einer Fläche von mehr als 10 km2 und über 100 kleineren bis winzigen Inseln, darunter die weit nordwestlich liegenden Darwin und Wolf. Fünf Inseln sind besiedelt: Santa Cruz, San Cristóbal, Isabela, Floreana und Baltra. Obwohl die Inseln in Äquatornähe liegen ist das Klima aufgrund des mit 20° Celsius relativ kühlen Meerwassers (infolge des Humboldtstroms und aufsteigendem Tiefenwasser) eher gemäßigt. Das nährstoffreiche Tiefenwasser ist verantwortlich für den Artenreichtum rund um den Archipel. Im April 2007 erklärte die Regierung Ecuadors die Inseln mit ihrer einzigartigen Fauna und Flora zu einem ökologischen „Risikogebiet“. Tourismus, Luftfahrt und Ansiedlung sollen künftig eingeschränkt werden. Ecuador wollte damit möglichen Maßnahmen der UNESCO zuvorkommen, die wiederholt damit gedroht hatte, der Inselgruppe im Pazifischen Ozean den vor drei Jahrzehnten verliehenen Status als „Welterbe der Natur“ abzuerkennen.
Auf den Galapagos und um die Inseln herum herrscht großer Artenreichtum von Tieren. Viele Arten kommen dort „endemisch“ vor, das heisst sie sind weltweit nur dort heimisch (rund 40 Prozent), und wurden auch nach den Inseln benannt.

Wandern auf Isla Isabel: Von der warmen, sonnigen Küste in die Berge bis auf über 1'000m höher. Riesige, alte Kaktusse säumen den Weg bis hoch hinauf. Stefan in der feuchten Bergzone im alltäglichen Nebel mit Alejandro und Angel von "Andromeda V". 

In den Vulkan-Bergen von Isla Isabela.

Eindrückliche, karge Landschaft.

Einer der grössten und ganz besonderen Vulkane: Der "Sierra Negra".

Wer mehr wissen möchte über den eindrücklichen und nach wie vor aktiven Riesen-Vulkan kann "googeln", in den Doks rechts lesen oder auch den Video-Clip unten anschauen.
http://www.youtube.com/watch?v=LwTRGvKPMoE

Sierra Negra _(Galápagos_) - Wikipedia, the free encyclopedia.pdf

Sierra Negra Vulkan.pdf

Wieder an der Küste: Anderes Klima, andere Landschaft.

Sandra geniesst das milde Klima nahe am Meer und am Äquator.

Pionierpflanzen sind die ersten Anzeichen von Vegetation, welche sich im günstigen Klima gut entwickeln kann.

Albatrosse, die lustigen "Riesenvögel" der berühmten "Walt Disney Airline", in ihrer natürlichen Umgebung.

Auch die Pionierpflanzen haben eine grosse Vielfalt.

Und dort wo die sich regelmässig ereignenden Vulkanausbrüche keine Auswirkungen zeigen wächst es dann üppig.

Ganz ohne "ÖV" kam die Crew nicht aus, jedoch lässt die Zuverlässigkeit zu wünschen übrig, was in Anbetracht ...

... der lokalen Werkstätten und Garagen nicht weiter verwundert ;-)

"Back in town" - andere, aber nicht minder interessante Szenen. Mitte: Rechtzeitig zur Miss Galapagos-Wahl waren die "Boingos" am "richtigen" Ort.

"Früh übt sich ..." - auch diese jungen Damen wollen eines Tages auf dem Wagen bejubelt werden ... ;-)

Der Tag neigt sich und es ist Zeit für ...

... das "Social life".
Zuerst "Apéro" am Strand bei Brandung und untergehender Sonne, dann ...

... in der Stadt bei einem "internationalen Schnupf" (Stefan hat der Flotte das "Schnupfen" beigebracht und "kämpft" seit seiner Rückkehr mit der Nachschub-Logistik ;-)).

"Der Luginbühl von Galapagos" - ein typisches "Latino-Fest" während der Miss-Wahlen mit Musik, Tanz und Feuerwerk - guckst Du Video!

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Eine weitere, ungewohnte Situation auf dem nächtlichen Rückweg zum Schiff - Seelöwen "pflästern" den Weg ...

Das "Seelöwen-Massenlager" verhält sich zwar ruhig, wenn jedoch noch die Mutter gesucht wird kommt doch etwas Bewegung auf - guckst Du Video!

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Ein individueller Ausflug der besonderen Art - mit Boot und Führer machen die "Boingos" eine interessante Tour mit viel Natur, Schnorcheln, Fischen, essen, trinken ...

Fauna der Galapagos 1: Am Wasser auf Isla Isabela mit den Protagonisten Seelöwen, Leguane, Pinguine, Tölpel.

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Doch noch "Petri heil" für Stefan (yellow fin Tuna). Alles aus dem Wasser wird frisch zubereitet und sogleich roh gegessen.

Video-clip "Birds in motion": In der Nähe von Fischen omnipräsent sind die Pelikane und über dem Wasser auch die Fregattvögel.

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Ein letzter Blick am Tag, ...

... ein letztes Winken mit der Flosse, ...

... ein letztes Mal die Sonne verabschieden ...
Und schon ist die Zeit in den Galapagos vorüber.

Unbeschreiblich, unvergesslich!

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SKAvSSBInterview mit Mitseglern

Stefan Karnusian (SK) und Res von Siebenthal (AvS) begleiteten uns vom 15. Januar (San Blas) bis 3. März (Galapagos). Nachfolgende Fragen stellte Sandra Balsiger (SB, "Bootswartin") ihnen:

Was war die Motivation für diese Art der Reise?
AvS: Der Abschnitt mit dem Panamakanal und den Galapagos- und San Blas-Inseln war für mich die abwechslungsreichste und interessanteste Etappe.
SK: Küre (Kurt Iseli) ist ein guter Freund und ich war interessiert ein weiteres Mal mit ihm zu segeln.

Was war das Highlight der ganzen Reise?
SK: Die San Blas Inseln. Das urtümliche, einsame, einfach das Paradies. Die Ruhe. Ein einheimischer „Kleininselbewohner“ erzählte uns in seiner Hängematte, dass er die Ruhe abseits des Dorfes sucht - das „Dorf“ hat gerade mal 20 Einwohner!! :-)
AvS: Den Panamakanal mit einem Segelschiff zu durchfahren. Eindrücklich im Wissen, dass der Kanal bereits vor 100 Jahren gebaut wurde. Rundum nur Mauern und dazu Alphornklänge von Stefan (ab „Band“). Den Austausch mit all den anderen Crews (40 Schiffe mit total ca. 160 Mitseglern), welche dieselbe Strecke zurücklegen wie wir. Den Kontakt mit so vielen verschiedenen Nationen. Zwischen den Etappen gibt es jeweils „Happy-Hours“, wo sich alle Mitsegler treffen und sich austauschen. Wir haben der Flotte das „Schnupfen“ näher gebracht. Maximal waren es 8 Nationen welche zusammen schnupften und die gemeinsamen Stunden genossen. Den Unterschied zwischen Abgeschiedenheit und Grossstadt, zwischen Ruhe und Lärm, zwischen primitivem Lebensstil der Einheimischen und der westlichen Kultur in Panama-City.

Wie war die 5-tägige Überfahrt für dich?
AvS: Gute Erfahrungen. Es war beindruckend für 5 Tage kein Land zu sehen und nur auf dem Schiff zu leben.
SK: Nach Schichtplan zu leben. Man hat zu gewissen Zeiten die Verantwortung, Tag und Nacht, auch am Steuer. Man kommt in einen gewissen Rhythmus und das war spannend mal erlebt zu haben.

Wie war das Zusammenleben mit 8 Personen?
AvS: Es zwingt jeden tolerant zu sein und man lernt sich und die Anderen besser kennen. Zu den einen war der Draht besser als zu anderen.
SK: Es war eng und der Raum musste gut eingeteilt werden, man lernt dies aber relativ schnell. Trotz kleinem Raum findet jeder seinen Freiraum.

Was habt ihr in dieser Zeit vermisst?
AvS: Dusche mit viel Süsswasser.
SK: „Petri heil“ – Es hat kein Fisch angebissen ;-(. „Festen Boden“ - das Schiff war nie still und schwankte immer etwas mehr oder weniger. Ein grosses Bett mit Platz.

Wie war die Verpflegung an Bord?
AvS: Sehr gut.
SK: Dank einem guten F&B-Management (Sandra Balsiger – Anm. der Redaktion ;-)) war sie kreativ und abwechslungsreich.

Was hat weniger gepasst an dieser Reise?
AvS: Dass ich nicht Spanisch sprechen kann und mich zu wenig mit den Einheimischen unterhalten konnte.
SK: Dass trotz so langer Zeit des Reisens das Gefühl da ist, dass die Zeit so schnell vorbei ging.

Welches sind die grössten Erinnerungen welche ihr mit nach Hause nehmt?
AvS: Sehr schöne Erlebnisse auf dem Schiff und in der Natur. Viele Eindrücke der unberührten Natur. Naturreservat ohne Ende. Keine Menschen auf dem Meer. Die Einsamkeit.
SK: Wenn man Ferien für so lange Zeit organisiert – es ist nicht „selbstverständlich“ sich diese Zeit nehmen zu können! - und dann fest daran zu glauben, dass es funktioniert. Es hat funktioniert! Dank meiner Familie und meinen Mitarbeitern. Es ist ein grosser Unterschied zwischen „Cruisen“ und „Wettkampfsegeln“. Beides ist spannend. Das Wettkampfsegeln war neu für mich und interessant.

Es war schön, dass wir dank dem SSORT (Kurt Iseli) diese Reise machen konnten. Wir durften eine wundervolle Zeit auf der „Boingo alive“ erleben. Wir wünschen Schiff und Mannschaft weiterhin gutes Gelingen, faire Winde und genügend Wasser unter dem Kiel. Wir waren sicher nicht das letzte Mal an Bord!

Die vielfältige Abwechslung und die Gegensätze in einer fernen, fremden Welt sowie an Bord waren ein bleibendes Erlebnis.